Zwei Tage lang diskutierten hochrangige Vertreter:innen aus Politik, Krankenkassen, Klinikträgern und Wissenschaft über die drängendsten Fragen der Gesundheitsversorgung.
GKV-Finanzierung dominierte die Debatte
Das beherrschende Thema des Kongresses war das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (BStabG). Die Botschaft war dabei übergreifend klar: An kurzfristiger Stabilisierung führe kein Weg vorbei – doch die geplanten Sparmaßnahmen dürften den laufenden Strukturumbau nicht gefährden. Prof. Gregor Thüsing verwies auf eine drohende Deckungslücke von rund 40 Milliarden Euro bis 2030. DAK-Chef Andreas Storm nannte den Kabinettsentwurf eine „ordnungspolitische Geisterfahrt“ und mahnte: Sparen und Umbau parallel – das sei eine „gigantische Herausforderung“.
Krankenhausplanung NRW im Spannungsfeld
Cornelia Sennewald (MAGS NRW) unterstrich die Erfolge des NRW-Reformprozesses, warnte aber davor, dass Einsparungen ausgerechnet Häuser im ländlichen Raum treffen könnten, „die wir eigentlich benötigen“. Matthias Blum (KGNW) sprach von einer „doppelt fragilen Situation“: Krankenhäuser müssten gleichzeitig die neue Planung umsetzen und die nötige Eigenfinanzierung stemmen.
Ambulantisierung und Chronikerversorgung als Schlüsselthemen
Einig waren sich die Referierenden auch darin, dass Ambulantisierung kein Selbstläufer ist. Sie brauche Strukturen, sektorenübergreifende Vernetzung und Investitionen – insbesondere in Digitalisierung und IT. Bei chronischen Erkrankungen müsse der Fokus stärker auf Begleitung und Koordination in der Versorgung liegen, um kostspielige „Drehtüreffekte“ zu vermeiden.
Unser Fazit
Der Kongress hat einmal mehr deutlich gemacht, dass das Gesundheitswesen vor einem gewaltigen Transformationsdruck steht – finanziell, strukturell und digital. Für uns als innovas bestätigt das den hohen Stellenwert zukunftsfähiger IT-Lösungen sowie fachlich fundierter Beratungs- und Dienstleistungen, die Sie als Kostenträger bei genau diesem Wandel unterstützen.